So machen Kitas Kinder stark ( Advertorial )

Warum gelingt es manchen Kindern, sich widriger Umstände zum Trotz gut zu entwickeln, während andere an ähnlichen Rahmenbedingungen zerbrechen? „Auf diese Frage hat die Wissenschaft Antworten gefunden: Sie ermittelte Schutz- und Resilienzfaktoren“, sagt Dr. Maike Rönnau-Böse, Professorin an der Evangelischen Hochschule Freiburg.

„Wir wissen nicht, welche Herausforderungen auf unsere Kinder zukommen werden, sondern nur, dass es welche geben wird. Dafür sollten wir sie stärken“, sagt Maike Rönnau-Böse. Auf dem Zukunftskongress für Bildung und Betreuung „Invest in Future“ im September 2017 in Stuttgart referiert sie daher über Resilienz in der Kita. Der Begriff Resilienz bezeichnet die Fähigkeit eines Menschen, Belastungen und Lebenskrisen erfolgreich zu bewältigen.
 
Diese Schutzfaktoren helfen, Krisen zu meistern
Wer davon überzeugt ist, dass sein Tun einen Effekt hat, besitzt eine Selbstwirksamkeitsüberzeugung, die es erleichtert, an schwierigen Lebensphasen zu wachsen. Positiv wirkt außerdem, die eigenen Stärken und Schwächen realistisch einschätzen und gegebenfalls. um Hilfe bitten zu können. Auch Personen, die ihre Gefühle sensibel wahrnehmen, sie benennen, sie kontrollieren und über sie sprechen können, besitzen damit einen Resilienzfaktor. Wer gute soziale Kompetenzen, Problemlösefähigkeiten und Bewältigungsstrategien erwirbt, baut weitere Schutzfaktoren auf. „Wir müssen diese Dinge erlernen und üben“, sagt die Kindheitsforscherin. „Das ist ein fortwährender, dynamischer Prozess, für den ein Individuum und seine Umwelt zusammenwirken.“
 
Unterstützen heißt, Gefühle mit auszuhalten
Auf eine Situation resilient zu reagieren bedeute nicht, trotz Schwierigkeiten gut zu „funktionieren“. Das werde häufig verwechselt, klärt die Expertin auf. „Herausfordernde Lebensaufgaben zu bewältigen, geht unweigerlich mit Angst, Trauer, Verzweiflung, Wut oder Schmerz einher. Diese Emotionen wollen wahrgenommen und durchlebt werden. Das ist ein wichtiger Teil des Bewältigungsprozesses. Kinder in solchen Phasen zu unterstützen heißt, diese Gefühle mit auszuhalten.“
 
Resilienzförderung in der Kita
Die gute Nachricht für Kitas: „Eine resilienzfördernde Pädagogik gehört bereits ganz selbstverständlich zum Alltag von Kita-Fachkräften, die beispielsweise. mit strukturierenden Ritualen Orientierung bieten, Gefühle in Worte fassen oder Kinder in Entscheidungen einbeziehen“, sagt Rönnau-Böse. „Unsere Studien zeigen jedoch, dass die Beschäftigung mit dem Thema Resilienz – auch in Bezug auf die eigene Person – den positiven Effekt verstärkt.“

Zukunftskongress für Bildung und Betreuung „Invest in Future“
 
Unter dem Motto „Gesellschaft 4.0 – Auswirkungen auf die Kita-Welt“ zeigt „Invest in Future“ am 26. und 27. September 2017 in Stuttgart Chancen für neue Lernwelten auf. Der Fachkongress stellt die Frage, wie wir Bildung heute gestalten müssen, damit unsere Kinder künftige Herausforderungen gut bewältigen können. Er richtet sich an Fachleute von Bildungsträgern und aus der pädagogischen Praxis sowie an Interessierte aus Politik und Wirtschaft. Es referieren unter anderen: der Zukunftsforscher Roger Spindler, die Autorin Freya Pausewang und der ehemalige Bundesminister für Arbeit und Sozial­ordnung Norbert Blüm.
 
Weitere Infos auf: www.invest-in-future.de

Foto: Konzept-e