Stellen für Erzieher/innen- wie und wo Du den richtigen Job findest

Erzieherinnen haben zur Zeit (Stand:  Juli 2016) in ganz Deutschland gute Karten wenn es darum geht eine Stelle als Erzieherin zu finden. Egal, in welchem Bundesland du deine Ausbildung absolviert hast: Theoretisch kannst du überall arbeiten, in der Regel problemlos sogar in Österreich und der Schweiz. Der Grund: Überall herrscht ein Mangel an pädagogischen Fachkräften, vor allem aufgrund des Ausbaus der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Vom Arbeitsort abgesehen hast du zudem sehr viele Möglichkeiten, was deinen konkreten Einsatzbereich angeht und kannst zudem entscheiden, mit welcher Altersgruppe du arbeiten möchtest. In folgenden Institutionen und Arbeitsfeldern werden unter anderem Erzieherinnen und Erzieher als pädagogische Fachkräfte gebraucht:

  • Kinderkrippen (Alter: 0 bis 4 Jahre)
  • Kindertageseinrichtungen (Alter: 0 bis 6 Jahre)
  • Horte und Schulen, die eine Nachmittagsbetreuung anbieten, z.B. offene Ganztagsschulen (Alter: 6 bis 12 Jahre, in weiterführenden Ganztagsschulen auch bis 16 Jahren)
  • Spiel- bzw. Krabbelgruppen und Eltern-Kind-Gruppen
  • Betreute Wohngruppen
  • Seniorenheime und Mehrgenerationenhäuser
  •  Begegnungszentren
  •  Kinder- und Familienhotels im In- und Ausland
  • Jugendfreizeiteinrichtungen
  • Kurkliniken und Reha-Zentren
  • Behindertenwerkstätten
  • Integrative Einrichtungen
  • Museen
  • Freizeitpädagogische Einrichtungen, z.B. Abenteuerspielplätze

Denkbar sind auch noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel als professionelles AuPair im Ausland, in Familien als Kinderbetreuerin usw. Du hast also die Qual der Wahl, nachdem du dein Anerkennungsjahr erfolgreich abgeschlossen hast – dir stehen sehr viele Türen offen, was deine berufliche Zukunft angeht.

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Viele Erzieherinnen spezialisieren sich innerhalb ihrer Branche

 

Die meisten staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erzieher absolvieren zunächst die Kinderpflege-Ausbildung bzw. die Ausbildung zur Sozialassistentin/ zum Sozialassistenten. In der Regel sind die ausbildenden Schulen bemüht, den praktischen Anteil in den jeweiligen pädagogischen Ausbildungsgängen recht hoch zu halten und vielseitig zu gestalten. Du absolvierst daher bereits während der fünf- bzw. dreijährigen Ausbildung mehrere Praktika in verschiedenen Einrichtungen. So erhältst du automatisch Einblicke in unterschiedliche für Erzieher relevante Berufsfelder und kannst dir in Ruhe überlegen, welche berufliche Laufbahn du dir vorstellen kannst bzw. vor allem, ob du später mit Kleinkindern, Kindergartenkindern, Schulkindern, Jugendlichen oder Erwachsenen arbeiten möchtest.

Um herauszufinden, was dir am meisten liegt, solltest du dich fragen, welches Arbeitsfeld am besten zu deiner Persönlichkeit passt. Wo kannst du deine Stärken am besten einsetzen? Wo gelingt dir am ehesten ein persönlicher und wertschätzender Umgang mit deinen „Schützlingen?“ Ein Beispiel: Eine sehr sensible Erzieherpersönlichkeit, der es (noch) schwer fällt sich durchzusetzen, ist wahrscheinlich besser in einer Kinderkrippe aufgehoben als in einer Einrichtung für schwer erziehbare Jugendliche. Nach und nach wirst du merken, in welcher pädagogischen Einrichtung und mit welchen Aufgaben du dich am wohlsten fühlst. Wenn du bereits weißt, welche berufliche Richtung du einschlagen willst, tust du gut daran entsprechende Fort- und Weiterbildungen zu besuchen. So erweiterst du dein pädagogisches Fach- und Spezialwissen und steigerst auch deinen Wert auf dem Arbeitsmarkt.  Aber: Es ist auch kein Nachteil, wenn du flexibel bist und dir offen halten möchtest wo du arbeitest. Flexibilität ist wichtig in sozialen Berufen und wenn du unterschiedliche Arbeitsfelder kennenlernst fällt dir ein Jobwechsel leichter.

 

Nutze die Möglichkeit der Hospitation

Sehr viele Träger laden Bewerberinnen und Bewerber ein, in der jeweiligen pädagogischen Einrichtung zu hospitieren, bevor sie eingestellt werden.Natürlich bekommst du keine Entlohnung für deine Arbeit an diesem Tag – dennoch solltest du die Möglichkeit der Hospitation nicht negativ bewerten. Du erhältst dadurch die Chance besser einschätzen zu können, ob das pädagogische Konzept zu dir passt und ob dir die Arbeitsbedingungen zusagen. Deine zukünftigen Kollegen möchten hingegen vor allem sehen, wie du auf die Kinder und Jugendlichen zugehst. Wichtig ist, die Balance zwischen Nähe und Distanz zu finden, sympathisch und natürlich aufzutreten und natürlich Interesse zu zeigen. Um zu entscheiden, ob ein Arbeitsplatz für dich infrage kommt, solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Kann ich mich mit dem pädagogischen Konzept identifizieren?
  • Passt der Träger zu mir?
  • Sind die Arbeitszeiten für mich annehmbar bzw. entspricht die Wochenarbeitszeit meinen Vorstellungen?
  •  Ist die Einrichtung so ausgestattet, dass ich dort eine gute pädagogische Arbeit leisten kann?
  • Werde ich nach Tarif bezahlt oder wenigstens in Anlehnung an den Tarif?
  • Ist die Stimmung innerhalb des Teams gut?
  • Wirken die Kinder/Jugendlichen/Eltern in der jeweiligen Einrichtung zufrieden und entspannt?
  • Sind die Kollegen offen für neue pädagogische Ansätze und Ideen?
  • Arbeiten alle Hand in Hand oder wird Wert auf hierarchische Strukturen gelegt? 

 

Den passenden Arbeitsplatz finden – lange suchen musst du in der Regel nicht

Wenn du eine Stelle als Erzieherin in deiner Stadt oder in deinem Landkreis suchst, reicht häufig ein Blick in die Tageszeitung oder in das lokale Wochenblatt. Alternativ kannst du auch im Internet nach Stellenangeboten Ausschau halten. Manche Einrichtungen, vor allem Elterninitiativen, veröffentlichen vakante Stellen auch auf ihrer Homepage. Ansonsten kannst du auch bei den jeweiligen Trägern direkt nachfragen, ob Erzieherinnen gesucht werden. Wenn du deinen Suchradius ausweiten möchtest, lohnt es sich zudem die Jobbörse des Arbeitsamtes als Recherchequelle zu nutzen. Auch hier auf Erzieherin-Ausbildung.de findest du eine Stellenbörse, die regelmäßig aktualisiert wird.

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