Gesunde Ernährung: Wieviel Zucker steckt in unseren Lebensmitteln?

Immer mehr Kinder zwischen zwei und sechs Jahren sind übergewichtig, bewegen sich zu wenig und essen häufig ungesunde Fertigprodukte. Das Thema „gesunde Ernährung“ wird daher in Kindergärten immer häufiger aufgegriffen, um die Kinder und deren Eltern dafür zu sensibilisierteren, was dem Körper gut tut und was ihm schadet. Dabei ist den meisten Erwachsenen bewusst, dass beispielsweise Schokolade ungesund ist, weil sie viel Fett und Zucker enthält.

Aber wie sieht das mit dem Apfelsaft und dem Fruchtjoghurt aus? Beide Produkte können doch nicht so schlecht für Kinder sein, es ist sind schließlich Früchte enthalten. In der folgenden Einheit geht es darum mit den Kindern ganz konkret zu erarbeiten, wieviel versteckter Zucker in Lebensmitteln eigentlich enthalten ist.

 

Alter:

ab 4 Jahren, Vorschulkinder

 

Gruppengröße:

Klein oder Großgruppe – am besten einen Stuhlkreis stellen

 

Durchführung:

Es bietet sich an, zunächst mit den Kindern generell über gesunde und weniger gesunde Lebensmittel zu sprechen. Dazu können die Kinder vor dem Frühstück den anderen präsentieren, was sich in ihrer Butterbrotdose befindet. Alternativ kannst du natürlich auch Lebensmittel besorgen – manchmal ist es interessant zu erfahren, welche Obst- und Gemüsesorten die Kinder überhaupt kennen und benennen können.

Die Lebensmittel werden auf einen Tisch in der Mitte des Stuhlkreises gelegt. Nun überlegen die Kinder, was gesund und was ungesund ist und sortieren die Produkte dementsprechend. Dem vorausgehend kannst du natürlich noch besprechen, was passiert, wenn man zu viel zucker- und fetthaltige Lebensmittel isst (Übergewicht, Zahnprobleme usw.) Dabei musst du jedoch sensibel vorgehen – vor allem dann, wenn du bereits übergewichtige Kinder in der Gruppe hast. Diese dürfen natürlich nicht von den anderen Kindern stigmatisiert werden.

Wenn die vermeintlich gesunden Lebensmittel gefunden sind (Kinder werden in der Regel Fruchtjoghurts, Müsli-Riegel und Fruchtsaft dementsprechend einordnen, weil sie gelernt haben, dass Obst gesund ist) demonstrierst du anhand von Zuckerwürfeln, wieviel versteckter Zucker sich wirklich in einem Becher Joghurt oder Saft befindet. So wird es für die Kinder anschaulich und bleibt nicht so abstrakt.

(Eine entsprechende Übersicht findest du zum Beispiel hier:

http://www.humanistische-aktion.de/zucker.htm)

 

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Weitere Tipps zur Vor- und Nachbereitung des Angebotes:

 

  • Gestalte gemeinsam mit den Kindern ein Plakat, auf dem zu sehen ist wieviel Zucker in einzelnen Lebensmitteln enthalten ist. Dazu werden leere Verpackungen von Joghurts, Säften, Ketchup usw. gesammelt, aufgeklebt (Heißkleber!) und aufgehängt. Daneben platzierst du gemeinsam mit den Kindern die jeweils enthaltene Anzahl von Zuckerwürfeln.

Das Plakat sollte so aufgehängt werden, dass auch die Eltern es sehen, also an oder neben der Gruppentüre. Zusätzlich dazu kannst du einen Informationsbrief erstellen oder sog einen Elternabend organisieren, denn indem du das Thema „gesunde Ernährung“ aufzugreifst leistest du einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsprävention.

  • Wichtig ist, dass Kinder lernen sich ausgewogen zu ernähren. Das bedeutet, dass Saft oder Joghurt mit Früchten nicht grundsätzlich „böse“ oder schlecht sind. Vermeide es daher, einzelne Lebensmittel zu verteufeln, sondern erarbeite mit den Kindern Alternativen (z.B. Naturjoghurt mit frischem Obst anstatt Fertigprodukte, selbst gemachte Tomatensoße anstatt Ketchup usw.). In Maßen genossen sind aber alle Lebensmittel in Ordnung.

  • Das Thema ist sehr komplex und vielseitig, du kannst daraus auch eine aufbauende Reihe oder ein Projekt entwickeln. Wichtig wäre unter anderem auch, den Kindern den Zusammenhang zwischen Ernährung und Bewegung näher zu bringen oder ihnen zu erklären, was im Körper mit der aufgenommenen Nahrung passiert. Weitere Aktionen könnten sein:

  • gemeinsam ein gesundes Frühstück oder eine gesunde Brotzeit zuzubereiten und zu essen,

  • mit Eltern ein Fest zu veranstalten, bei dem gesunde Speisen im Vordergrund stehen,

  • einen Ernährungsberater/Kinderarzt oder Ökotrophologen einzuladen, der für die Kinder und/oder die Eltern Workshops bzw. Vorträge anbietet,

  • eine Bäckerei oder einen Bauernhof besuchen, um den Kindern zu zeigen, wo ihre Lebensmittel eigentlich herkommen

  • abschließend noch das Thema „gesunde Zähne“ aufzugreifen

 

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