Alltagsfragen aus der Praxis: Wie erfahren Eltern, was in der Kindergartengruppe geschieht?

Es ist Eltern ein großes Bedürfnis regelmäßig darüber informiert zu werden, was ihre Kinder gerade lernen, was sie interessiert, welche Fortschritte sie machen und welche Prozesse gerade innerhalb einer Kindergartengruppe im Gange sind. Sie möchten sich darauf einstellen können, wenn besondere Termine anstehen oder spezielle Angebote geplant sind. Und das ist ihr gutes Recht: Eine Erziehungspartnerschaft kann nur dann funktionieren, wenn ein beidseitiger Informationsfluss besteht. Dieser Anspruch ist auch durch die Gesetze der einzelnen Bundesländer geregelt, welche die frühkindliche Bildung näher definieren und die Rahmenbedingungen erläutern.

Teilweise erhalten Mütter und Väter die gewünschten Informationen natürlich direkt von ihren Kindern, aber gerade jüngere Kinder können oder wollen sich häufig nicht in der Ausführlichkeit auf die Frage „Was habt ihr heute im Kindergarten gemacht?“ äußern, wie ihre Eltern sich das wünschen. Andererseits können pädagogische Fachkräfte nicht mit jedem Elternteil während der Bring- und Abholzeiten ausführliche „Tür-und-Angel-Gespräche“ führen.

Gerade was das Alltagsgeschehen angeht, müssen die einzelnen Einrichtungen also individuelle Möglichkeiten finden, wie sie ihre pädagogische Arbeit dokumentieren können. Häufig genutzt werden Wochen- und Monatspläne. Diese hängen an der Gruppentüre oder daneben aus und informieren die Eltern über Termine und besondere Aktionen wie Projekte, Ausflüge oder Elternabende. Gleichzeitig werden sie genutzt um beispielweise zu dokumentieren, welches Lied im Morgenkreis gesungen wurde oder welche Angebote es am Vor- und Nachmittags gegeben hat. Auch weitere Aushänge wie beispielsweise der Speiseplan oder die Bitte um Papier- oder Taschentuchspenden sollten immer an der gleichen Stelle zu finden sein und natürlich regelmäßig aktualisiert werden.

 Grundsätzlich ist es aber so, dass Bilder bekanntlich mehr sagen als tausend Worte und sich Eltern beispielsweise wenig unter einem bestimmten Lied vorstellen können, wenn sie es nicht kennen. Um die Dokumentation des Tagesablaufs daher möglichst anschaulich zu gestalten, empfiehlt es sich mit Fotos zu arbeiten. Diese Methode sollte besonders in Einrichtungen zum Einsatz kommen, in denen viele Kinder mit Migrationshintergrund betreut werden. So können auch diejenigen Eltern einen guten Einblick in den Alltag Ihre Kindes erhalten, die nicht so gut Deutsch sprechen.

Weiter ist es sinnvoll, Liedtexte und Fingerspiele zur Mitnahme zur Verfügung zu stellen und zum Beispiel Bücher, mit denen gearbeitet wurde, eine Zeit lang gut sichtbar auszustellen. Natürlich möchten die Kinder außerdem präsentieren, was sie gebaut oder gebastelt haben – dadurch erfahren sie Wertschätzung und Anerkennung für ihre Leistung. Ein „Tagestisch“ vor oder im Gruppenraum, auf dem die Kinder ihre Werke präsentieren können, ist für diesen Zweck gut geeignet.


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