Ordnung, Struktur und Orientierung in Gruppenräumen – grundsätzliche Überlegungen

Gruppenräume in Krippen und Kitas sollten so eingerichtet sein, dass Kinder sich in ihnen gut orientieren und möglichst selbstständig bewegen können. Auch die Möglichkeit Ordnung zu halten ist wichtig, denn sonst regiert schnell das Chaos, wenn sich 20 Kinder in einem Raum aufhalten. Hier einige Anregungen, wie Gruppenräume kindgerecht und gleichzeitig funktional eingerichtet werden können.

 

  • Grundsätzlich heißt das Motto „weniger ist mehr“, wenn es darum geht Spiel- und Bastelmaterialen in Gruppenräumen aufzubauen. Jede Kindergruppe ist anders, was ihre Interessen und Bedürfnisse angeht. Die Kinder entwickeln sich im Laufe des Jahres weiter und Spiele, Bücher und andere Spielsachen sollten sich an jahreszeitlichen Ereignissen orientieren. Daher gilt: Spielmaterial besser häufiger austauschen. Das schafft Abwechslung und hilft den Kindern Ordnung zu halten.

  • Bilder, Zeichen und Piktogramme helfen den Kindern, sich zu orientieren. In den meisten Gruppen gehört jedem Kind ein bestimmtes Zeichen. Dieses wird dann am Eigentumsfach und an der Garderobe angebracht. Der Trinkbecher wird mit einer Wäscheklammer mit dem jeweiligen Zeichen markiert, mit laminierten Eigentumszeichen kennzeichnen die Kinder beispielsweise ihre Bauwerke.

  • Bilder sagen mehr als tausend Worte – und wer noch nicht lesen kann weiß dank Fotos trotzdem, wo die Bausteine, die Eisenbahn oder die Scheren hingehören. Gerade für die Kinder unter drei Jahren sind derartige Orientierungshilfen besonders wichtig im Alltag.

  • Es hat sich bewährt, innerhalb des Gruppenraumes abgegrenzte Spielbereiche zu schaffen. Bauteppich, Rollenspielecke und Kreativbereich lassen sich mithilfe von Regalen, Schränken, Gardinen optisch voneinander abtrennen. Die Kinder können sich so ungestörter ihrem Spiel widmen und fühlen sich nicht ständig beobachtet. Das wirkt sich meist auch positiv auf den Lautstärkepegel im Gruppenraume aus, weil die Kinder sich auch untereinander aus dem Weg gehen können.

  • Teppiche, Kissen und Decken sorgen nicht nur für Behaglichkeit und bieten Kindern die Möglichkeit sich auszuruhen. Sie regen auch dazu an Höhlen zu bauen und kreativ zu werden. Positiver Nebeneffekt: Dicke Stoffe schlucken den Schall und verleihen Räumen Gemütlichkeit. Allerdings sollten nur Teppiche, Kissen und Decken verwendet werden die sich gut waschen lassen.

  • Kinder identifizieren sich mit „ihrem“ Gruppenraum. Daher sollten sie ihn auch (im Rahmen der gegebene Möglichkeiten) so gestalten dürfen, wie sie sich das vorstellen. Vor allem was die Dekoration von Fenstern, Türen und Wänden angeht. Partizipation bedeutet aber noch mehr: Warum sollten die Kinder nicht auch darüber abstimmen dürfen, welches Spielzeug sie in ihrer Gruppe haben möchten? Dieses Vorhaben lässt sich mithilfe einer Kinderkonferenz gut umsetzen.

  • Pflanzen machen Räume lebendig und Fotos verleihen ihnen Individualität. Wichtig ist, dass Deko-Artikel sparsam eingesetzt werden, wenn der Platz knapp ist. Außerdem: Erzieherinnen sollten sich auch im Hinblick auf Ordnung ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und daher dafür sorgen alles zeitnah aufzuräumen, was nicht mehr gebraucht wird.


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