Inklusion- Gemeinsamkeit macht stark

Die integrative Pädagogik geht mit der Inklusion neue Wege. Kinder mit und ohne Behinderung werden mit dem inklusiven Ansatz in den Kindertageseinrichtungen gemeinsam betreut. Bei der Inklusion ist die Gruppe nicht nach Neigungen und Fähigkeiten unterteilt: sie bleibt homogen und jeder lernt mit und von den anderen. Neben den Erzieher/innen fördern spezialisierte Mitarbeiter im Team die Kinder mit Behinderung.

Von der Integration zur Inklusion

Integrative Bildung und Erziehung ist bereits selbstverständlich und seit mehr als 25 Jahren sind Kinder mit und ohne Behinderung in Kindertageseinrichtungen gemeinsam untergebracht. Die Inklusion (lateinisch Dazugehörigkeit) steht für das Recht des Kindes, unabhängig von seinen individuellen Stärken und Schwächen in der Gruppe zu leben und lernen. Bei der Inklusion entfällt die Unterteilung in leistungsabhängige Untergruppen. Die Inklusion geht dabei allerdings über die Integration von behinderten und nicht behinderten Kindern hinaus.


Auch Deutschland ist dabei

Die 2009 in Kraft getretene UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen regelt das inklusive Bildungssystem. Deutschland hat sich als Mitgliedsstaat zur Umsetzung der Konvention verpflichtet. Die UN-Konvention zielt dabei auf die Chancengleichheit und die soziale Teilhabe aller Kinder - mit und ohne Behinderung. Alle Kinder haben das Recht, gemeinsam zu leben und dabei miteinander und voneinander zu lernen. Die unterschiedlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten des Einzelnen werden dabei als Bereicherung angesehen. Die Struktur der Gruppe, so die Annahme, wird sich dem Integrationsprozess  anpassen.

Inklusion - eine Definition

Die Anforderungen und Herausforderungen der Inklusion in der integrativen Pädagogik fasst André Dupuis zusammen:

- gleiche Wertschätzung für jedes Gruppenmitglied (Kinder, Jugendliche, Eltern, Mitarbeiter/innen)
- stärkere Partizipation aller Kinder an den Aktivitäten der Einrichtung
- Individualität der Kinder bereichert das gemeinsame Spielen und Lernen
- Verwirklichung des Rechts auf eine qualitativ gute Bildung, Betreuung und Erziehung
- Verbesserungen für Kinder und Mitarbeiter/innen lassen sich umsetzen
- alle Kinder, nicht nur jene mit Beeinträchtigungen, erfahren den Abbau von Barrieren in der Partizipation, beim Spielen und Lernen
- die Betonung nicht nur von Leistungen, sondern auch der Entwicklung von Gemeinschaft und Wertesystem
- Förderung der Beziehungen der Einrichtungen untereinander und innerhalb ihres sozialen Umfelds
- die Erkenntnis, dass die frühkindliche Inklusion in Bildungs- und Erziehungseinrichtungen einen Aspekt der gesamtgesellschaftlichen Inklusion darstellt.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zeigt in der Broschüre "Auf dem Weg zu einer inklusiven Kindertagesstätte" das Porträt einer Kita, die sich mit Hilfe des ebenfalls vorgestellten Index für Inklusion weiterentwickelt hat, enthält aber auch ein Handbuch für den Aufbau und die Umsetzung einer inklusiven Kindertagesstätte.

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