Gehalt Verdienst Erzieherin

Das verdienst Du als ErzieherIn

(Stand: Februar 2017)

 

Welchen Lohn ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher mit staatlicher Anerkennung erhalten, kommt auf den Träger an, bei dem sie angestellt sind. Eine einheitliche tarifliche Regelung garantiert nur der öffentliche Dienst, allerdings zahlen kirchliche Träger Gehälter, die sich am TvöD orientieren.

Bei privaten Trägern ist das Gehalt Verhandlungssache, ebenso übrigens wie der Urlaubsanspruch. Gemeinnützige, große Träger, die Einrichtungen in ganz Deutschland haben wie das Rote Kreuz, die Diakonie oder die Lebenshilfe, haben eigene Tarifverträge, die an den TvöD angelehnt sind.

Wer als Erzieherin oder Kinderpflegerin im öffentlichen Dienst tätig ist, wird in eine Gehaltsstufe eingruppiert. Welche das ist, hängt davon ab, welche Berufsausbildung man absolviert hat, wie viel Berufserfahrung vorliegt und welche Aufgaben im Berufsalltag übernommen werden. Zudem verdienen pädagogische Fachkräfte, die mit behinderten Kindern oder Erwachsenen arbeiten, etwas mehr.

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Höhergruppierung für Angestellte im öffentlichen Dienst seit 2016

 

Seit 2016 können sich alle Erzieher und einige Kinderpfleger, die nach TvöD SuE (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, Sozial- und Erziehungsdienst) über eine Höhergruppierung freuen. Bisher wurden Erzieher nach TvöD S6 bezahlt, nun sind sie in die Entgeltgruppe S8a eingruppiert. Kinderpfleger, die bisher in den Entgeltgruppen S2 und S3 eingruppiert wurden, verbleiben zwar dort, erhalten aber ein höherer monatliches Bruttogehalt.

Auch für Leitungskräfte haben sich teilweise Änderungen ergeben. Hier der Eingruppierungsmodus für den TvöD SuE im Überblick:

Erzieherinnen Gehalt Tabelle  
Erzieher/innen S 4 (selten), in der Regel S 8a
Erzieher/innen mit „besonders schwierigen fachlichen Tätigkeiten“ S 8b
Erzieher/innen mit „fachlich koordinierenden Aufgaben“ S 9
Kita-Leitungen mit >40 Plätzen, stellvertr. Leitungen mit <40 Plätzen S 9
Kita-Leitungen mit <40 Plätze, stellvertr. Leitungen mit <70 S 13

Kita-Leitungen <70 Plätzen, stellvertr. Leitungen ab 100 Plätzen,
Kita-Leitungen mit behinderten Kindern >40 Plätzen,
stellvert. Leitungen mit behinderten Kindern <40 Plätzen,
stellvetr. Leitung in Erziehungsheimen <50 Plätzen

S 15
Stellvertr. Leitung mit behinderten Kindern >40 Plätze S 11

Kita-Leitungen <100 Plätze,
Stellvertr. Leitung <130 Plätze,
Kita-Leitung mit behinderten Kindern <40 Plätze,
Stellvertr. Leitung mit behinderten Kindern <70 Plätze,
Stellvertr. Leitung von Erziehungsheimen <50 Plätze,
Kita-Leitungen in Erziehungsheimen >50 Plätze

S 16

Kita-Leitungen <130 Plätze,
Stellvertr. Leitung <180 Plätze,
Kita-Leitung mit behinderten Kindern <70 Plätze,
Stellvertr. Leitung mit behinderten Kindern <90 Plätze

S 17
Kita-Leitungen <180 Plätze, Kita-Leitungen mit behinderten Kindern S 18
Stellvertr. Leitungen von Erziehungsheimen <90 Plätze S 17
Heilpädagogen S 9
Heilerziehungspfleger und Heilerzieher S 8a
Sozialarbeiter S 8 oder S 14 (je nach Tätigkeit)
Kinderpfleger S 2oder S 3
Kinderpfleger mit „schwierigen fachlichen Tätigkeiten“ S 4



Verdienst Erzieher im öffentlichen Dienst

 

Jede Entgeltgruppe in öffentlichen Dienst besteht aus sechs Gehaltsstufen. Berufsanfänger steigen in Stufe 1 ein. Wer bereits Berufserfahrung hat, kann auch direkt in Stufe 2 oder 3 eingruppiert werden.

Ab dem 01.02.2017 beträgt das Bruttogehalt einer Erzieherin in der Entgeltgruppe S 8a, Stufe 1 bei einer Wochenarbeitszeit von 39 Stunden 2578,34 Euro und in Stufe 6 3592,24 Euro.

Eine Kinderpflegerin verdient am Anfang entweder 2106,36 Euro oder 2205,83 Euro- je nachdem, in welche Entgeltgruppe sie eingruppiert wird.

Eine Kita-Leitung einer mittelgroßen Einrichtung mit 80 Betreuungsplätzen verdient rund 3600 Euro brutto in Stufe 3 der Entgeltgruppe S 15 (wahrscheinlich ist sie schon einige Jahre im Beruf, bevor sie die Leitungstätigjeit übernimmt). Nach etwa 13 Jahren wird sie, wenn es alles gut läuft, in Stufe 6 aufgestiegen sein und rund 4500 Euro brutto verdienen – vermutlich sogar noch etwas mehr, da die Gehälter aufgrund von Tarifverhandlungen jährlich etwas angehoben werden.

Eine Erzieherin im Anerkennungsjahr verdient etwa 1500 Euro brutto.

Der Nettolohn ist dann natürlich abhängig von der jeweiligen Steuerklasse.

Wann der Aufstieg in die nächste Gehaltsstufe erfolgt ist genau festgelegt und abhängig von der jeweiligen Entgeltgruppe.

Für die Entgeltgruppen S 3 bis S 7 sowie für S 9 bis S 18 gelten folgende Regelungen:

 

-          Nach einem Jahr in Stufe 1 erfolgt der Aufstieg in Stufe 2,

-          Nach drei Jahren in Stufe 2 erfolgt der Aufstieg in Stufe 3,

-          Nach vier Jahren in Stufe 3 erfolgt der Aufstieg in Stufe 4,

-          Nach vier Jahren in Stufe 4 erfolgt der Aufstieg in Stufe 5

-          Nach fünf Jahren in Stufe 5 erfolgt der Aufstieg in Stufe 6

 

Erzieher, die den Entgeltgruppen S 8a und S 8b angehören, müssen jedoch acht Jahre in Stufe 4 bleiben, bis sie Stufe 5 erreichen und 10 Jahre in Stufe 5, bis sie die 6. und letzte Stufe erreichen. Dies geschieht dann in der Regel im 26. Berufsjahr.

Überdurchschnittlich gute oder schlechte Arbeitsleistungen können dazu führen, dass pädagogische Fachkräfte früher in die nächsthöhere Stufe aufsteigen können bzw. länger in der aktuellen Gehaltsstufe verbleiben müssen.

 

Weiterbildung für Erzieher/innen in unserem Fort und Weiterbildungskalender