Gehalt Verdienst Erzieherin

Das verdienen Sie als ErzieherIn

 

Aktuelle Gehaltsanpassung

Der Tarifvertrag Öffentlicher Dienst (TvöD), hat Ende März 2014 eine Gehaltserhöhung für Erzieherinnen und Erzieher in Höhe von durchschnittlich 5,7 % registriert. Es erfolgt eine Aufteilung der Lohnerhöhung über 2 Jahre, wobei 3,0 % im ersten und 2,4 % im zweiten Jahr zugrunde liegen. Betroffen sind sämtliche Erzieherinen und Erzieher, die im öffentlichen Dienst tätig sind. Dem Ergebnis voran gingen zähe Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft GEW der öffentlichen Dienste und der Arbeitgeberverbände der Bunde. Gerade für den Erzieherberuf ist eine Gehaltserhöhung von enormer Bedeutung, denn der Beruf galt nicht zu Unrecht als unterbezahlt. Die Erhöhung ist nicht nur eine Hilfe für die Mitarbeiter, sie poliert auch das Image der Branche auf. Erstmals kann objektiv ernsthaft von einer Angleichung an andere Branchen die Rede sein. Experten versprechen sich positive Auswirkungen auf das Berufsbild und vor allem mehr Anreize für Auszubildende. Neben der Gehaltserhöhung wurde auch der flächendeckende Urlaubsanspruch in Höhe von 30 Tagen im Jahr, durchgesetzt.


Übersicht Gehalt

Für eine Vielzahl von kommunalen Kindertagesstätten greift der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. Er regelt zum Beispiel den Urlaub und die Bezahlung. Die Entgelttabelle für den "Sozial- und Erziehungsdienst" weist ein monatliches Bruttoeinkommen von rund 2.221,21 € für Erzieher und Erzieherinnen als Berufseinsteiger aus. Die nächste Gehaltsstufe wird nach einem Jahr erreicht und umfasst 2438,98€ brutto. Die weiteren Stufen können Sie der Grafik unten entnehmen. Nach einem Anerkennungsjahr in einer speziellen Fachschule steigt man sofort mit der zweiten Verdienststufe ein. Nach weiteren Berufsjahren kann man bis zur sechsten Gehaltsstufe gelangen. Der Verdienst auf der sechsten Stufe beträgt  3118,43 € brutto (Stand 01.08.2013). Im westlichen Teil Deutschlands beträgt die Arbeitszeit 39 Wochenstunden und im östlichen Teil 40 Wochenstunden.
Für bestehende Wohlfahrtsverbände wie zum Beispiel das Deutsche Rote Kreuz oder die Arbeiterwohlfahrt gelten ebenfalls Tarifverträge. Diese Tarifverträge entsprechen im Großen und Ganzen dem TVöD. In den arbeitsvertraglichen Richtlinien oder in speziellen Kirchlichen Tarifverträgen regelt die Kirche die Arbeitsbedingungen ihrer Beschäftigten.

 

Gehalt für Erzieher/Innen ohne Aufstieg, als Leitung und im Praktikum / Anerkennungsjahr

Wie auch in der Grafik zu sehen, verdient ein Erzieher/Inn beim Einstieg in den Beruf 2221,21 € und kann sich bis in der letzten Stufe auf 3118,43€ verbessern. Im Berufspraktikum oder dem Anerkennungsjahr hat man ein Verdienst von 1373,13€. Als Leitung einer Kita mit mehr als 130 Plätzen beginnt man mit 2863,63€ und hat in der Stufe 6  4224,67€


 

 gehaelter erzieherinnen

 

Wann  und wie erreicht man in die nächste Gehaltsstufe



Auf Grundlage des TVÖD ist jedoch zu beachten, dass die Gehaltsstufen von der Berufserfahrung der Arbeitnehmer/innen abhängig sind. D.h. wenn Berufserfahrung vorhanden ist, erfolgt die Vergütung durch die Entgeltgruppe 2. Erst wenn die Arbeit über mehrere Jahre beim gleichen Arbeitgeber ausgeführt wird, erfolgt eine Veränderung der Eingruppierung.
Doch auch die zuständigen Gewerkschaften Ver.Di und GEW, welche Mitglieder kostenlos beraten, warten mit zahlreichen Informationen zum „Verdienst Erzieher/Innen“ auf.


Wie sieht es in der Rente aus

 Im Laufe der Jahre hat sich der Beruf des Erziehers zur „Frauendomäne“ entwickelt, was sich auch  im Gehalt widerspiegelt. Obwohl in diesem Berufszweig Männer sehr gern gesehen und auch gesucht werden, ergeben Erkundungen im Internet immer wieder, dass 95 % der Erzieher ausschließlich weiblichen Geschlechts sind. Auch wenn das Bruttogehalt auf den ersten Blick nicht so schlecht aussieht fällt die Rente dann doch meist eher gering aus, da ein Großteil der Erzieherinnen Ihre Arbeit in Teilzeit ausüben.