Das Leben als SOS-Kinderdorfmutter: Abwechslungsreich, herausfordernd und ganzheitlich

Seit der Gründung 1955 setzt sich SOS-Kinderdorf in Deutschland dafür ein, dass vernachlässigte Kinder in einer familiären Umgebung aufwachsen können: geliebt und geachtet, in einer Atmosphäre von Vertrauen und Verlässlichkeit. SOS-Kinderdorfmutter Nadine Janssen berichtet in einem Interview über ihr Leben und erklärt, was ihren Beruf so außergewöhnlich macht.

Nadine Janssen (38) ist SOS-Kinderdorfmutter im SOS-Kinderdorf Niederrhein und kümmert sich dort um sechs Kinder zwischen 11 und 16 Jahren.

Welche Ihrer Aufgaben machen Ihnen am meisten Freude?

Es gibt viele Aufgaben, die mir Spaß machen. Am Ende ist kein Tag wie der andere, aber wenn ich diesen Job mache, dann ist es etwas Ganzes. Hier kann man einen kompletten Lebensweg mit den Kindern erleben und sie begleiten.

Wie würden Sie das Verhältnis einer SOS-Kinderdorfmutter zu den ihr anvertrauten Kindern beschreiben?

Wir sind konstante Wegbegleiter für die Kinder. Wir vermitteln ihnen Werte und unseren Lebensweg. Trotzdem ist es wichtig, den Kindern zu erklären, dass die leiblichen Eltern zu ihnen gehören und für sie da sind, auf unterschiedliche Art und Weise. Es kann jeden Tag passieren, dass die Kinder sich mit ihrer eigenen Herkunft oder mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen und sich fragen: Wo komm ich her? Wer bin ich? Warum bin ich überhaupt hier?

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Bekommen Sie Unterstützung im Alltag?

Ja, es gibt die Bereichsleitung, das Jugendamt, teilweise haben die Kinder einen Vormund und natürlich das Team. Bei mir besteht dies aus einer Erzieherin und einer Sozialpädagogin, die tagsüber unterstützen, aber auch in den Nächten da sind, wenn ich frei habe. Dann gibt es noch den Fachdienst, der alle zwei Wochen ins Team dazukommt und unsere Arbeit konstruktiv hinterfragt.

Was muss man mitbringen, um SOS-Kinderdorfmutter/-vater zu werden?

Einer der wichtigsten Punkte ist es, im Team arbeiten zu können. Als Kinderdorfmutter gibt man die meisten Abläufe im Alltag vor, aber das Team bietet oft den etwas breiteren Blick. Alleine kann man den Bedürfnissen der Kinder und den vielen Aufgaben auch gar nicht gerecht werden. Was ich auch sehr wichtig finde ist, dass man diesen Beruf nicht aus Mitleid ergreifen sollte. Außerdem sollte man sich im Klaren sein, dass man sehr offen lebt. Man geht nicht einfach abends nach Hause und lässt die Arbeit hinter sich. Ruhe und Privatheit muss man sich ganz bewusst nehmen.     

Was ist das Wichtigste, was Sie Ihren Kindern mit auf den Weg geben möchten?

Die Gewissheit, dass man alles schaffen kann! Egal, welchen Weg man hinter sich hat.

SOS-Kinderdorf sucht immer wieder engagierten Menschen, die bereit sind, Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen zur Seite zu stehen.

Sie haben Interesse daran, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln?
Sie besitzen Einfühlungsvermögen, sind belastbar und arbeiten gern im Team? Dann informieren Sie sich hier zum Beruf als SOS-Kinderdorfmutter oder -vater und bewerben Sie sich direkt.

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