Die 10 wichtigsten Tipps für Praxisbesuche

Ein Praxisbesuch steht bevor und du bist unsicher, was es alles zu beachten gilt? Hier findest du die wichtigsten Tipps auf einen Blick.


 1. Eine gute Vorbereitung ist wichtig!

Angebote und Freispielanregungen solltest du gut vorbereiten. Dazu gehört, beispielweise Lieder und Fingerspiele auswendig zu lernen, Experimente vorher selbst durchzuführen und das benötigte Material bereit zu stellen, damit du deine Kindergruppe nicht allein lassen musst, wenn das Angebot beginnt. Außerdem wirkst du selbstsicherer, wenn du dich darauf verlassen kannst, dass die Aktivitäten auch wirklich gelingen, die du dir vorgenommen hast.


2. Überlege genau, welche Kinder du auswählst

In jeder Gruppe gibt es Kinder, deren Verhalten dich herausfordert. Natürlich musst du lernen, damit umzugehen und Wege zu finden, auch diesen Kindern gerecht zu werden. Trotzdem macht es wenig Sinn, gerade diese Kinder auszuwählen, wenn du eine Angebot für den Praxisbesuche planst. Wenn Du ohnehin schon aufgeregt bist, solltest du es dir nicht unnötig schwer machen indem du Teilnehmer für dein Angebot auswählst die unter Umständen die gesamte Gruppe aufmischen.

 

3. Erkläre deinen Schützlingen die Situation

Je älter die Kinder sind, mit denen du arbeitest, desto eher kann es vorkommen, dass sie irritiert reagieren, wenn ein Fremder ihren Alltag beobachtet. Erkläre ihnen daher vor dem Praxisbesuch, dass allein du unter Beobachtung stehst, nicht aber die Kinder bzw. Jugendlichen und bitte sie, sich einfach ganz normal zu verhalten.

 

4. Hole dir Unterstützung von deiner Praxisanleitung

Deine Praxisanleitung solltest du bereits eine Tage vor dem Praxisbesuch darüber informieren, was dein Lehrer von dir erwartet und natürlich auch darüber, welches Angebot du durchführen bzw. welche Freispielanregung du anbieten möchtest. Lass dich beraten, gerade was den zeitlichen Ablauf deines Angebotes angeht. Berufsanfänger tun sich oft schwer damit einzuschätzen, was sie den Kindern zumuten können und wann deren Konzentration nachlässt. Natürlich kannst du auch andere Kollegen oder deine Mitschüler fragen, bedenke aber, dass jede Kindergruppe eine ganz eigene Gruppendynamik und damit auch andere Interessen, Bedürfnisse und Kompetenzen hat.

 

5. Bleib authentisch

Natürlich ist ein Praxisbesuch eine Prüfungssituation und wahrscheinlich fällt es dir schwer, dich so zu verhalten wie du es eigentlich tust, wenn dein Lehrer dir über die Schulter schaut und jedes deiner Worte ganz genau analysiert. Erfahrene Pädagogen merken jedoch sofort, wenn du eine Rolle spielst und werden dir mangelnde Authentizität vorwerfen. Versuche daher, sich so normal und natürlich wie möglich zu verhalten. Alles andere lässt dein Stresslevel in dieser Situation unnötig ansteigen und du wirst vielleicht fahrig und unaufmerksam.

 

6. Sozialformen und Methoden sollten abwechslungsreich sein

Egal, welches Angebot zu planst: Baue dieses möglichst abwechslungsreich auf, was Methoden. Medien und Sozialformen angeht. So könnte beispielsweise auf eine Einzelarbeit eine Gruppenarbeit folgen und auf eine Bilderbuchbetrachung eine kreative Aufgabe. So kannst du reaktiv sicher sein, dass die Teilnehmer an deinem Angebot bei der Sache bleiben und sich nicht langweilen. Wichtig ist, dass die Kinder möglichst viel selbst tätig werden können und dass du ihre Ideen aufgreifst. Das zeugt von pädagogischem Know-How und ist bei Fachschullehrern gerne gesehen (Stichwort Partizipation).

 

7. Positioniere dich taktisch klug

Meist musst du beim Praxibesuch zeigen, dass du die Gesamtgruppe oder einzelne Bereiche des Gruppenraumes im Blick hast. Daher solltest du dich so positionieren, dass die jeweiligen Bereiche gut einsehbar sind. Vermeide es daher, dich mit dem Rücken zur Tür zu setzen. Idealerweise weißt du zu jedem Zeitpunkt darüber Bescheid, wo sich die Kinder aufhalten, für die du in diesem Moment verantwortlich bist. Es ist gar nicht so einfach den Überblick zu behalten, besonders dann, wenn es hektisch zugeht wie beispielsweise in der Bring- bzw. Abholphase oder wenn Übergänge im pädagogischen Alltag anstehen. Diese Situationen solltest du daher vor dem Praxisbesuche häufig nutzen, um deine Aufmerksamkeit zu schärfen, damit dir möglichst wenig entgeht wenn du selbst unter Beobachtung stehst.

 

8. Egal, was du tust – du solltest es begründen kommen

Wie gut du dich auch auf den Lehrerbesuch vorbereitest: Es gibt immer etwas, das nicht nach Plan läuft – du arbeitest schließlich mit Menschen. Wichtig ist, dass du situationsorientiert handelst und dein Handeln in der anschließenden Reflektion begründen kannst. Du darfst und sollst sogar von deiner Planung abweichen, wenn es nötig ist, pädagogische Arbeit erfordert immer auch eine gewisse Flexibilität und vor allem Empathievermögen.

 

9. Zeige dich selbstkritisch

Dein Lehrer möchte nicht nur sehen, wie du mit den dir anvertrauten Kindern und Jugendlichen umgehst. Er möchte auch testen inwieweit du in der Lage bist, dich selbst und dein pädagogisches Handeln zu reflektieren. Meist fließt deine Fähigkeit zur Selbstreflektion auch in deine praktische Note ein. Nimm konstruktive Kritik deines Lehrers oder auch deiner Praxisanleitung daher an und versuche genau zu formulieren, welche Stärken und Schwächen du als angehende Fachkraft in der betreffenden Situation gezeigt hast.

 

10. Beschäftige dich mit der Konzeption deiner Einrichtung

Wenn Dein Lehrer dich zum ersten Mal in deiner Einrichtung besuchst, solltest du anbieten ihn durch die Räumlichkeiten zu führen und bei dieser Gelegenheit die Konzeption erläutern. Sorge daher dafür, dass du die wichtigsten Prinzipien und pädagogischen Besonderheiten wiedergeben kannst, auf deren Grundlage deine Einrichtung arbeitet.

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