Winter in Krippe und Kindergarten

Wenn es draußen kälter wird und der Herbst allmählich dem Winter weicht, stellt sich auf für Erzieherinnen und Erzieher jedes Jahr aufs Neue die Frage: Wie gestalten wir das Thema Winter im Kindergarten? Es soll ja nicht immer das Gleiche sein, auch dann nicht, wenn die Kinder wechseln. Die Fachkräfte selbst wünschen sich auch eine gewisse Abwechslung. Und es ist ja auch wirklich spannend, mit den Kindern immer neue Projekte zu planen. Wenn du dir also überlegst, was du mit den Kindern im Winter in der Kindertagesstätte erleben möchtest, nimm auf jeden Fall möglichst viele Lernbereiche mit in deine Überlegungen auf. Die Angebote sollten alle Sinne einbeziehen und für Kinder aller Alters- und Entwicklungsstufen mit ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen neue Anregungen und Herausforderungen bieten. Beliebt sind Experimente mit Schnee und Eis und natürlich gehört das Basteln im Kindergarten im Winter fest dazu. Doch gerade in der kalten Jahreszeit, in der alle mehr Zeit drinnen verbringen, sollten Sie auch Turnstunden einplanen. Wie wäre es beispielsweise mit einer Bewegungslandschaft im Kindergarten: Thema Winter. Da fallen dir bestimmt viele lustige Aktionen und Spiele ein.

Winterdeko: Kindergarten wird weiß

Eisstiele eignen sich hervorragend, um schon mit den Jüngsten Schneeflocken zu basteln und damit die Kita im Winter zu schmücken. Die Auge-Hand-Koordination sowie die Feinmotorik schulst du ganz spielerisch, wenn die Kinder Schneemänner in Reißtechnik gestalten. Und die beliebten Weihnachtssterne aus Butterbrottüten sind mittlerweile zu einem echten Klassiker der winterlichen Bastelei in vielen Kitas geworden. Weiße Fingerfarbe auf dunkelblauem oder schwarzem Untergrund hinterlässt besondere Eindrücke und die Kinder lieben es, wenn Sie selbst kreativ werden dürfen. Stelle Ihnen einfach die Materialien zur Verfügung und bitte sie darum, ein Winterbild zu gestalten. Du wirst staunen, welch einzigartige Ergebnisse die Kinder dir liefern.



Vögel und andere Tiere im Winter beobachten

Alle Experimente mit Schnee und Eis sind für Kinder spannend und bilden eine Besonderheit, weil sie eben nur in den kalten Monaten möglich sind. Selbst wenn es draußen friert, gibt es oft keinen Schnee. Daher nutze es schnell aus, wenn die weiße Pracht dann einmal die Erde bedeckt. Alles andere kann warten. Mindestens genauso spannend ist es, mit den Kindern Vögel zu beobachten. Habt ihr ein Vogelhaus? Was machen die Vögel im Winter? Kindergarten und Kita sind ein wichtiges Lernfeld, denn oft verbringen die Kinder mehr Zeit in der Einrichtung als bei ihren Eltern. Umso wichtiger ist es, die Naturerfahrungen in den Kitaalltag einzubinden. Selbst wenn ihr kein eigenes Vogelhaus habt, gibt es vielleicht einen gut sichtbaren Baum oder Strauch, den die Kinder aus dem Gruppenraum beobachten können. Diesen Baum verseht ihr mit Futterringen, die die Kinder in einem eigenen Projekt herstellen. Für die Naturbeobachtung lohnt sich ein Beobachtungstagebuch, in dem die Kinder entweder Fotos der Vögel einkleben, die zur Futterstelle kommen oder mit Symbolen arbeiten, um die Zahl der Vögel festzuhalten, an welcher Stelle sie am liebsten „landen“, usw.

Auch wenn Vögel natürlich besonders häufig als Beobachtungsobjekte im Winter im Kindergarten genutzt werden, gibt es auch eine Menge andere Tiere. Im Winter kann man mit den Kindergartenkindern in den Wald gehen und möglicherweise eine Wildfütterung besuchen oder an Spuren im Schnee entdecken. Ganz egal für welches Projekt du dich entscheidest. Tiere im Winter und Kindergarten gehören eng zusammen.



Doch auch andere Experimente bereiten den Kindern viel Freude. Eislichter gestalten ältere Kindergartenkinder oder Hortkinder und wenn ihr euch an einem Abend mit den Kindern trefft, könnt ihr gemeinsam betrachten, wie einzigartig die Eisgebilde leuchten.

Die Turnstunde im Kindergarten: Winter

Winterliche Bewegungsangebote können vielfältig sein. Zusammengeknüllte und gerollte alte Zeitungen dienen als Schneebälle für eine lustige Schlacht im Bewegungsraum. Glatte Zeitungsseiten sind die Unterlage unter den Füßen und können für eine Fantasiereise mit Schlittschuhen dienen. Auch eine Bewegungslandschaft mit Kindergarten, Thema Winter, ist für die Kinder eine großartige Gelegenheit zu toben und sich zu bewegen. Aus Matten und Tüchern gestaltet ihr ein Iglu, ein Kasten wird zur Schneemauer, auf dem Boden liegende rutschfeste quadratische oder runde kleine Matten sind Eisschollen, auf die man springen muss, um nicht ins Wasser zu fallen. Frag doch mal die Kinder welche Ideen sie haben und was sie gern in die Bewegungsbaustelle Winter einbauen möchten. Toll ist es, wenn ihr diese Bewegungslandschaft für eine Weile stehen lasst und die Kinder sie öfter benutzen dürfen. So entwickeln sie immer neue Strategien zur Bewältigung der Aufgaben und werden sicherer in ihren motorischen Fähigkeiten.

Lustige Lieder

Aus einer Vielzahl von Liedern und Fingerspielen kannst du selbst die dunklen Wintertage, in denen alles grau und neblig (und leider oft auch feucht) ist, mit den Kindern zu einem spannenden und abwechslungsreichen Tag machen. Suche dir ein passendes Fingerspiel zum Winter aus und übe es mit den Kindern. Oder ihr lernt ein neues Lied, das zum geeigneten Zeitpunkt beim Schneemann bauen lautstark zum Besten gegeben wird.

Hauswirtschaftliche Tätigkeiten im Winter im Kindergarten

Natürlich ist die Winterzeit bestens dafür geeignet, mit den Kindern zu kochen und zu backen. Alles ist heimelig und warm im Raum und, insbesondere wenn die Kinder von draußen wieder ins Zimmer kommen, genießen sie es, miteinander zu kochen oder zu backen. Ein süßer Klassiker sind die Pfefferkuchenschneemänner für die bereits die Kleinsten aktiv werden können. Nimm dir genügend Zeit und arbeite am besten in Kleingruppen, um allen Kindern Gelegenheit zu geben, sich einzubringen.

Vielleicht habt ihr auch Lust einen wärmenden Eintopf zuzubereiten oder einen Kinderpunsch zu kochen, den ihr dann in gemütlicher Runde beim Vorlesen trinken könnt.



Vorlesen

Auch wenn Vorlesen eigentlich das ganze Jahr hindurch auf deiner Agenda stehen sollte, sind die Wintermonate noch stärker zu nutzen, um den Kindern vorzulesen, neue Bücher vorzustellen und die gemütliche Situation zu nutzen, um mit den Kindern zu philosophieren, ins Gespräch und den Austausch zu kommen und die Gedanken der Kinder aufzufangen, indem du mit ihnen über das Gehörte sprichst. Die letzten Umfragen der Stiftung Lesen haben gezeigt, dass viele Kinder Zuhause kein Vorleseerlebnis mehr haben, weil Eltern es einfach nicht gern machen. Daher kommt dir und deinen Kolleginnen und Kollegen eine wichtige Bedeutung zu, um die Fantasie der Kinder spielerisch anzuregen und ihre Kreativität zu fördern, indem sie Bilder im Kopf kreieren, die das Gehörte unterstreichen.


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