Das Praktikum im Kindergarten – alles zu Bewerbung, Aufgaben und Praktikumsbericht

 
Du hast dich für ein Praktikum im Kindergarten entschieden oder willst dort eines machen? Dann taucht nicht selten die Frage auf, welche Aufgaben du zu erfüllen hast und welche Erwartungen du erfüllen musst.
Grundsätzlich gibt es viele Arten von Praktika, die im Kindergarten absolviert werden können, zum Beispiel Schülerpraktika, ein Orientierungspraktikum im Zuge der Erzieher- oder Kinderpflegeausbildung, ein Vorpraktikum, Blockpraktika, ein freiwilliges soziales Jahr usw. Je nach Art des Praktikums und deinen bereits vorhandenen pädagogischen Kenntnissen variieren auch die Aufgaben, die du erfüllen musst und natürlich auch die Erwartungen seitens der Praxiseinrichtungen.
Wir haben für dich alle wichtigen Informationen rund um das Thema Praktikum im Kindergarten inklusive Bewerbung und Praktikumsbericht zusammengestellt.
 

Welche Arten von Praktika im Kindergarten gibt es?

  • Das Orientierungspraktikum im Kinderkarten

Bei einem Orientierungspraktikum geht es in der Regel darum, den Beruf kennenzulernen und Einblicke zu bekommen. Dieses Praktikum findet meist in den weiterführenden Schulen statt. Einige Schulen geben dafür ihren Schülern Leitfäden oder ähnliches an die Hand. Oft folgt dabei auch ein Besuch des Lehrers in dieser Zeit. Bei diesem Praktikum stellen einige Kindergärten bereits Mitarbeiter bereit, die diese Schüler betreuen. Mit diesen kann man in einem (Vor-) Gespräch die Aufgaben besprechen und weitere Fragen klären. So kann auch der Kindergarten sehen, welche Aufgaben der oder die Schüler/in von der Schule erfüllen muss und aussprechen, welche Aufgaben der Kindergarten für den Betreffenden bereit hält. Dies kann sein die Erzieher/-innen zu beobachten, mit den Kindern in Kontakt kommen oder auch vielleicht bei der ein oder anderen hauswirtschaftlichen Aufgabe zu unterstützen. Normalerweise übernehmen solche Praktikanten keine Aufgaben mit größerer Verantwortung, wie etwa allein zu sein mit den Kindern oder auch pflegerische Tätigkeiten. Dafür ist eine andere und längerfristige Beziehung zu den Kindern nötig.

  • Das Praktikum in der Erzieherausbildung oder im Studium

In der Berufsausbildung bzw. dem Studium sind andere Ansprüche zugeordnet. Hier soll der Schüler/ die Schülerin alle wichtigen Fähigkeiten und Fertigkeiten lernen, die es braucht, um später als Fachkraft arbeiten zu können. Die Anforderungen sind hierfür klar geregelt und durch die Schulen definiert. Dennoch kann es vorkommen, dass es zwischen den verschiedenen Berufsschulen und Hochschulen unterschiedliche Anforderungen gibt. Auch welche Aufgaben wann und in welcher Größenordnung erledigt werden, ist oft unterschiedlich und auch regional sowie länderabhängig. Die Aufgaben in der Erzieherausbildung steigern sich an dem Schwierigkeitsgrad. Zu Beginn eines Jahres wird meist darauf geachtet, die Einrichtung sowie Kinder und Mitarbeiter kennenzulernen. Auch werden schon im ersten Jahr sogenannte gezielte Angebote, oder auch Aktivitäten genannt, gemacht. Dabei überlegt sich der Schüler eine didaktische Einheit, die er mit den Kindern macht. Diese beinhalten pädagogische Ziele. Die theoretischen Grundlagen dafür werden im Unterricht erarbeitet und unterscheiden sich wie bereits oben beschrieben von Schule zu Schule. Ein solches Angebot kann zu den Themen Malen (Kreatives Schaffen), Bewegung oder auch ein Sachgespräch zu einem bestimmten Bereich wie z. B. Tiere sein. In der Erzieherausbildung gibt es auch sogenannte Praxisbesuche, bei denen der Lehrer die Schüler im Kindergarten besucht und dabei entsteht eine Note. Diese Besuche müssen im Vorhinein vorbereitet werden durch den Schüler. Im Studium sind solche Besuche eher selten. An Hochschulen werden meist Reflektionstreffen angeboten, an denen sich die Schüler und Lehrer treffen. Zudem müssen die Studenten meist einen Bericht über ihre Praxiszeit führen.

  • Das „Freiwillige soziale Jahr“ im Kindergarten

Du kannst in einem Kindergarten auch ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) machen. Dabei unterstützt du die Erzieher nach Absprache im Alltag. Du beschäftigst dich mit den Kindern oder übernimmst hauswirtschaftliche Aufgaben. Meist wirst du durch externe Stellen zusätzlich betreut, bei denen du einen Ansprechpartner hast. Über das Jahr verteilt finden immer wieder Seminartage statt, an denen du dich mit anderen Praktikanten triffst. Das FSJ ist auch meistens mit einem kleinen Endgeld verbunden und du arbeitest dort in der Regel Vollzeit. Viele Arbeitgeber schreiben diese Stellen auch als Kindergartenhelfer aus.
 

Was muss ich bei der Bewerbung für ein Praktikum im Kindergarten beachten?

Bevor du ein Praktikum im Kindergarten beginnen kannst musst du natürlich erst eine Einrichtung finden, die dich als Praktikantin annimmt.

Grundsätzlich sind die meisten Kitas und Krippen offen für Bewerbungen von Praktikanten – schon aufgrund des großen Personalmangels. Einige Einrichtungen tun sich jedoch schwer mit Schülerpraktika, weil diese häufig nur zwei bis drei Wochen dauern und die Kinder währenddessen kaum Zeit haben sich an die neue Person in der Gruppe zu gewöhnen. Für längere Praktika ist es in der Regel weniger schwer einen Praktikumsplatz in der Kita zu finden, allerdings erwarten die Einrichtungen, dass du Einsatz zeigst und dich auch gegebenenfalls schriftlich dort bewirbst. Am besten geht du folgendermaßen vor:
 

  • Informiere dich zunächst über Einrichtungen in deiner Nähe bzw. über solche, die du leicht erreichen kannst. Viele Kitas haben eine Homepage, auf der du Informationen zum pädagogischen Konzept, zur Größe der Kita und zum Träger erhältst.
  • Kontaktiere die Leitungen der Kitas, die für dich als Praxisstelle infrage kommen per E-Mail oder persönlich am Telefon. Stelle dich kurz vor, erkläre, welche Art von Praktikum du absolvieren musst und erkundige dich, ob du eine schriftliche Bewerbung einreichen kannst.
  • Wenn du grünes Licht von deinen favorisierten Kitas erhalten hast kannst du deine Bewerbung für dein Praktikum im Kindergarten vorbereiten. Sie sollte ein Anschreiben und einen Lebenslauf, gegebenenfalls auch Zeugnisse und Nachweise über pädagogische Erfahrungen und weitere relevante Qualifikationen erhalten (z.B. Bescheinigung über eine Leitungstätigkeit bei Ferienaktionen für Kinder, über einen Erste-Hilfe-Kurs, über einen Babysitterkurs usw.)


Tipp: Ein Muster für ein Bewerbungsanschreiben als Praktikantin in der Kita haben wir hier für dich bereit gestellt. Du kannst das Anschreiben individuell verändern und anpassen!
 

  • Wenn du deine Bewerbung für ein Praktikum im Kindergarten fertig gestellt hast, gibst du diese in der Einrichtung ab oder schickst diese per Mail. Denke daran Bewerbungsunterlagen rechtzeitig abzugeben, wenn du eine Deadline hast. Egal, ob du das Praktikum Teil deiner Ausbildung ist oder ob du ein Schülerpraktikum im Kindergaren absolvierst: Deine Schule möchte bis zu einem bestimmten Termin verbindlich wissen, ob du einen Praktikumsplatz sicher hast. Häufig ist der sogar Voraussetzung dafür, dass du deine Ausbildung überhaupt antreten kannst.
  • Bekommst du deine Zusage von der Praxiseinrichtung muss diese in der Regel auf einem Vordruck bestätigen, dass sie dich als Praktikant/in annimmt. Das ausgefüllte und unterschriebene Formular gibst du zeitnah in deiner Schule bzw. Fachschule ab.
     

Was hat es mit dem Steckbrief für das Praktikum im Kindergarten auf sich?

Glückwunsch! Es hat in einem Kindergarten mit einer Praktikumsstelle funktioniert und der erste Tag kommt. Da es in der ersten Zeit ums Ankommen und Kennenlernen geht, ist eine Vorstellung deiner Person sinnvoll. Vor allem bei den Eltern oder auch bei den anderen Mitarbeitern. Besonders in einer großen Einrichtung kennen sich nicht sofort alle Leute. Allerdings ist es schwierig sich allen persönlich vorzustellen, dazu fehlt oft die Zeit. Hier kannst du einen Steckbrief von dir an die Pinnwand hängen oder auch als Elternbrief verteilen. In diesem Steckbrief stellst du dich noch einmal vor. Du kannst dort erzählen, was du machst, wie oft oder lange du jetzt im Kindergarten bist und auch ob du schon Erfahrungen mit Kindern hast. Da bist du meist sehr frei, was du mitteilen möchtest. Auch die Gestaltungsform ist meistens dir selbst überlassen. Es kann der klassische Steckbrief sein, ein Brief, eine Seite gestaltet wie in einem Freundebuch. Wichtig ist, dass du ein aktuelles Foto von dir in den Steckbrief integrierst.
 

Welche Erwartungen werden an mich gestellt? Welche Aufgaben habe ich?

Zunächst das vielleicht Offensichtlichste: Du solltest deine dir zugeteilten Aufgaben zuverlässig und selbstständig erledigen. Du bist zur Unterstützung dort und hilfst niemanden damit, genervt den ganzen Tag in der Ecke zu sitzen, so hart das jetzt klingen mag. Wenn es Probleme oder Herausforderungen gibt, dann sprich diese lieber an - so können diese vielleicht auch behoben werden.
Wenn du dich bereits in der Erzieher- oder Kinderpflegeausbildung befindest, so wirst du in der Regel auch von Seiten der Schule bestimmte Aufgaben erfüllen müssen, zum Beispiel:
 

  • Beobachtungsaufgaben,
  • die Vorbereitung und Durchführung von pädagogischen Angeboten,
  • Aufgaben im Hinblick auf die Reflektion deiner eigenen Rolle, deines Handelns usw.

Deine Praxiseinrichtung hingegen erwartet, dass du

  • das Fachpersonal im Alltag unterstützt,
  • bei organisatorischen Dingen hilfst, die den Tagesablauf betrifft, zum Beispiel bei der Zubereitung des Frühstücks, beim Abwaschen und beim Aufräumen, beim An- und Ausziehen der Kinder usw.
  • die Kinder in ihrem Tun während des Freispiels begleitest,
  • klar kommunizierst, wenn du Hilfe und Unterstützung brauchst, wenn du eine Aufgabe nicht erfüllen kannst


Wichtig sind darüber hinaus natürlich Basiskompetenzen wie Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Toleranz, Zuverlässigkeit und auch die Bereitschaft konstruktive Kritik anzunehmen wichtige Voraussetzungen. Es erwartet niemand, dass du von Anfang an alles perfekt machst. Wichtig ist die Bereitschaft aus Fehlern zu lernen und darüber im Gespräch zu bleiben. Du sollst aus diesem Praktikum Erfahrungen mitnehmen und, vor allem in der Ausbildung, etwas lernen. Wenn du dir nicht sicher bist was von dir erwartet wird, frag lieber direkt nach. So kannst du Missverständnisse vermeiden. Im turbulente Kita-Alltag kann es leicht untergehen, dass du noch keine oder wenig Erfahrungen hast und genauere Anweisungen brauchst, da du neu in der Einrichtung bist und die Abläufe noch nicht kennst.
Aber: Du bist Praktikantin und weder eine ausgebildete Fachkraft noch gehörst du zum Reinigungspersonal! Es ist nicht deine Aufgabe den ganzen Tag weitgehend alleine die Kinder zu betreuen oder alle Gruppen zu säubern. Solltest du das Gefühl haben ausgenutzt zu werden, sprich mit der Einrichtungsleitung und, sollte das nichts bringen, mit deinen Lehrern!
 

Was muss ich als Praxisstelle und Anleitung beachten?

Wenn man wenige oder keine Erfahrungen in der Betreuung von Praktikanten hat, ist es sinnvoll, sich vorher Gedanken zu machen, welche Aufgabe der Kindergarten sowie das Personal hat. Das festzuhalten im Qualitätshandbuch ist sicherlich nützlich. So hat man immer darauf Zugriff und die betroffene Fachkraft kann sich belesen, was ihre Aufgaben sind. Zudem sind für die Fachkräfte spezielle Fortbildungen zu diesem Thema von Vorteil, bei denen sie auf ihre Aufgaben meist optimal vorbereitet werden. Wenn ich mich als Fachkraft und Kindergarten dazu entschieden habe, Praktikanten die Möglichkeit zu bieten, bei uns ihr Praktikum abzulegen, sollte ich bei der Vorstellung und in den ersten Gesprächen klären, welche Erwartungen und Aufgaben die jeweiligen Parteien haben. Es bringt auch eine Menge Verantwortung mit sich, eine junge Person in den Beruf zu begleiten. Die Fachkraft, die den Praktikanten betreut, nennt man meist Praxisanleiter/in. Dies/r sollte sich zu regelmäßigen Gesprächen mit den Praktikanten treffen. Dort sollten sie konstruktiv reflektieren und an Lösungen für Herausforderungen arbeiten. Meist gibt es auch ein Anschreiben der Schulen für die betreuenden Fachkräfte, in dem bereits alle Informationen enthalten sind oder auch eine Einladung zu einem Anleitertreffen in der Schule, bei dem sich alle Anleiter sowie betreuende Lehrer der Schule treffen. Dort werden dann wichtige Informationen verteilt, Kommunikation mit Praktikanten besprochen und Termine vereinbart. Dies ist allerdings hauptsächlich bei Praktikanten der Erzieherschulen üblich. Bei einem Berufsorientierungspraktikum muss meist nur ein kurzes Formblatt als Bestätigung ausgefüllt werden und es steht ein kurzer Besuch des Lehrers an.
Verschiedene Praktikanten benötigen also auch eine unterschiedliche Betreuung und es der Arbeitsaufwand variiert. Darüber sollte man sich vorher bewusst werden, denn unter dem Kindergartenjahr kann es doch auch sehr turbulent zugehen. Wichtig ist es zu gewährleisten, dass sich Praxisanleitungen Zeit nehmen können, um mit den Praktikanten Gespräche zu führen. Hier ist im Vorfeld eine realistische Einschätzung sinnvoll, ob ausreichend zeitliche Ressourcen zur Verfügung stehen und entsprechende Qualifikationen um junge Berufsanfänger oder Schüler zu betreuen, da diese oft eine Menge Verständnis und Geduld benötigen. Man sollte allerdings nicht außer Acht lassen, dass Praktikanten die Fachkräfte auch im Alltag unterstützen können.
 

Wie gestalte ich einen Praktikumsbericht über das Praktikum in der Kita?

Egal ob du ein Vorpraktikum absolvierst, dich im Blockpraktikum befindest, einen Praktikumsbericht für die FOS schreiben musst oder gerade dein Berufspraktikum beginnst: In der Regel wird von dir verlangt einen ausführlichen Praktikumsbericht zu verfassen. Ziel dieses Berichtes ist, dass du dich mit deiner Praktikumstelle und deinen Aufgaben dort intensiv auseinandersetzt und zeigst, dass du in der Lage bist gut zu reflektieren. Nachfolgend erfährst du, worauf es bei der schriftlichen Ausarbeitung eines Praktikumsbericht für ein Kita-Praktikum ankommt!
 

Den Praktikumsbericht für den Kindergarten richtig gliedern – so geht’s

Häufig geben Fachschulen eine Gliederung für den Praktikumsbericht vor. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du dich an folgenden Gleiderungspunkten orientieren:

1.    Das Deckblatt:
Auf des Deckblatt schreibst du deinen Namen, deine Klasse und nennst deinen Klassen- bzw. Betreuungslehrer für da Praktikum. Auch die Anschrift deiner Schule sowie die deiner Praxiseinrichtung gehört auf die vorderste Seite deines Praktikumsberichts.

2.    Das Inhaltsverzeichnis:
Hier listest du alle Überschriften mit Seitenangabe auf. Das Inhaltsverzeichnis wird in der Regel am Schluss erstellt.

3.    Die Einleitung für den Praktikumsbericht im Kindergarten:
Wenn du eine Einleitung für deinen Praktikumsbericht erstellen musst oder möchtest kannst du an dieser Stelle auf deine Erwartungen im Hinblick auf das Praktikum eingehen. Was nimmst du dir persönlich vor? Was sind deine Hoffnungen? Hast du Ängste?
Im Fazit am Ende deines Berichtes kannst du noch einmal gezielt deine Gedanken aus der Einleitung aufgreifen.

4.    Die Beschreibung deiner Praktikumsstelle:
Unter dieser Überschrift fasst du alle Informationen zu deiner Kita zusammen und gibst einen Überblick über die Lage der Einrichtung, über die Größe und die Kinderzahl, über die Struktur und das Konzept, über das Personal und die Räumlichkeiten, über besondere Angebote usw.
Arbeite hier der Übersichtlichkeit halber mit Unterpunkten.
Tipp: Wenn du eine Institutionsanalyse durchführen musst, findest hier weitere Informationen dazu!

5.    Die Beschreibung deines ersten Tages:
Hier kannst du erzählen, wie dein erster Tag in deiner Praxisstelle verlaufen ist. Wie wurdest du aufgenommen? Wie haben die Kinder reagiert? Wie hast du dich gefühlt? In welche Gruppe bist du gekommen und wie ist diese aufgebaut?

6.    Die Beschreibung des Tagesablaufs:
Veranschauliche Außenstehenden an dieser Stelle wie der Tagesablauf in deiner Gruppe aussieht:

  • Von wann bis wann kommen die Kinder?
  • Gibt es einen Morgenkreis?
  • Wie verläuft das Freispiel?
  • Wie sind Vor- und Nachmittag strukturiert?
  • Wann gibt es die Mahlzeiten?
  • Wie ist die Abholphase organisiert?
  • Gibt es spezielle Angebote (z.B. Turnen, Projekte, Vorschularbeit usw.)?


7.    Die Beschreibung deiner Aufgaben:
An dieser Stelle erläuterst du, welche Aufgaben du während deines Praktikums übernommen hast. Das könnte zum Beispiel sein:

  • Beim An- und Ausziehen helfen,
  • den Tisch decken,
  • mit den Kindern spielen,
  • die Freispielführung in Teilbereichen übernehmen,
  • selbstständig ein Angebot durchführen,
  • den Stuhlkreis moderieren,
  • mit Aufsicht auf dem Außengelände führen,
  • Konflikte zwischen den Kindern lösen usw.


Bei der Festlegung deiner Aufgaben wird es natürlich darauf ankommen, wie weit du innerhalb deiner Ausbildung fortgeschritten bist. Ein/e Berufspraktikant/in kann natürlich anspruchsvollere pädagogische Aufgaben erfüllen als eine angehende Kinderpflegerin im ersten Ausbildungsjahr!

8.    Die Reflexion:
Im Praktikumsbericht für den Kindergarten kommt der Reflexion eine besondere Bedeutung zu. Deine Lehrer möchten wissen inwieweit du in der Lage bist dich mit deiner Rolle als Praktikantin kritisch auseinanderzusetzen. Deshalb solltest du an dieser Stelle überlegen, welche Aufgaben dir leicht gefallen sind und warum bzw. welche Situationen und Aufgaben noch eine Herausforderung für dich darstellten.
Sei ruhig ehrlich – die Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstreflektion ist eine wichtige Kompetenz für pädagogisches Fachpersonal!

9.    Das Fazit:
Hier kannst du beschreiben, was dir das Praktikum gebracht hat.

  • Was hast du gelernt?
  • Was nimmst du mit?
  • Was möchtest du noch lernen?
  • Worauf wirst du vielleicht bei deinem nächsten Praktikum besonders achten?
     

Den Praktikumsbericht für den Kindergarten professionell gestalten – darauf solltest du achten

Dein Praktkumsbericht ist zwar keine wissenschaftliche Ausarbeitung, sondern ein persönlicher Erfahrungsbericht, aber trotzdem sollte er einigen formalen Kriterien gerecht werden.
Achte daher darauf, dass du

  • deinen Bericht übersichtlich gestaltest,
  • eine gängige Schriftart wählst,
  • Abstände und Absätze einbaust,
  • mit Aufzählungen arbeitest, wo es Sinn macht,
  • keine zu langen Sätze bildest,
  • die Namen der Kinder verfremdest (oft ist es aus Datenschutzgründen notwendig, nur den Anfangsbuchstaben des Vornamens zu nennen),
  • deine Aussagen begründest („Ich war am Anfang oft unsicher im Umgang mit dem Material, weil mir das Montessori-Konzept nich nicht vertraut war“.)


Denke daran deiner Anleitung deinen Praktikumsbericht zum Lesen zu geben, bevor du ihn in der Schule abgibst – vielleicht ist sogar eine Unterschrift nötig.
Falls möglich, lasse dir eine Kopie des jeweiligen pädagogischen Konzertes aushändigen, um dieses im Anhang deines Berichtes unterzubringen. So kann dein Klassen- oder Fachlehrer einen Blick darauf werden und sich schon einmal informieren.
 

Zusammenfassung: Dein Praktikum im Kindergarten

Zusammenfassend gilt also, dass du dir vor der Suche einer Praktikumsstelle bewusst sein solltest, welchen Zweck dein Praktikum haben sollte, da oft die Kindergärten wissen wollen, welchen zeitlichen Aufwand sie für dich erbringen müssen. Auch als Praxisstelle sollte man sich, bevor man Praktikanten aufnimmt, einige Gedanken im Vorhinein machen, wie zeitlicher und personeller Aufwand. Dafür lohnt es sich Standards zu erstellen. In einem Vorgespräch und in einer Hospitation können sich die jeweiligen Seiten kennenlernen und die gegenseitigen Erwartungen klären. Damit wissen beide Seiten über die zu erledigenden Aufgaben Bescheid und beide Seiten können einschätzen, ob eine Zusammenarbeit vorstellbar ist. Welche Unterlagen du für die Bewerbungen brauchst, hängt von den Kindergärten ab. Einigen reichen Anschreiben und Lebenslauf, andere wollen noch Referenzen oder ähnliches sehen.
Hast du dich erfolgreich beworben und der erste Tag rückt näher, ist es sinnvoll einen Steckbrief über dich zu erstellen. So wissen vor allem die Eltern der Kinder wer du bist und wer mit ihren Kindern arbeitet. Musst du Berichte schreiben, gilt es die Richtlinien der (Hoch-) Schulen und des Kindergartens zu beachten.

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