Sozialkompetenz Erzieher

Wenn du noch auf der Berufssuche bist und überlegst, eine Ausbildung zum Erzieher zu absolvieren, wirst du dir sicherlich die Frage stellen: Habe ich das Zeug zum Erzieher? Dabei kommt auch die Frage auf, was einen Erzieher überhaupt ausmacht. Oder um es ganz genau zu sagen: Welche Kompetenzen brauchen Erzieher? Der Beruf des Erziehers ist vielseitig: Geschichtenerzähler, Tränentröster, Problemlöser, Bastler, Entertainer, Lego-Architekt, Puppendoktor. Und vieles mehr. Aber wenn wir uns die Fähigkeiten – die Kompetenzen – eines Erziehers anschauen, sehen wir, wie professionell dieser Beruf ist. Daher werden wir in diesem Text einmal näher beleuchten, welche Kompetenzen ein angehender Erzieher mitbringen muss und welche im Verlauf der Ausbildung (und teilweise auch während des Berufslebens) angeeignet werden.
 

15 Kompetenzen für Erzieher – Kompetenzorientierung in der Erzieherausbildung

 

Seit 2015 setzen immer mehr Bundesländer auf kompetenzorientierte Lehr- und Lernkonzepte in der Erzieherausbildung. Konkret bedeutet dass, das keine einzelnen Fächer mehr unterrichtet werden, sondern dass sich angehende Erzieher*innen Lernfelder und Lernszenarien erarbeiten und dadurch alle 15 Kompetenzen erwerben, die sie für ihren zukünftigen Beruf brauchen. Theorie und Praxis sind durch diese Neuerung eng aneinander gekoppelt, die individuelle und ressourcenorientierte Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit und eine damit einhergehende Professionalisierung der Erzieherpersönlichkeit stehen im Mittelpunkt.

 

Die 15 Kompetenzen, die Erzieher sich im Laufe ihrer Ausbildung aneignen sollten, sind:

  1.  Pädagogische Beziehungen aufbauen und gestalten
  2.  Bildungs- und Erziehungsprozesse initiieren
  3.  Gruppenprozesse beobachten, bewerten und mitgestalten
  4.  Gruppen eigenständig führen
  5.  Pädagogische Angebote, Maßnahmen und Projekte planen und umsetzen
  6.  Einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt vermitteln
  7.  Partizipation anregen und ermöglichen
  8.  Übergänge bedürfnisorientiert gestalten
  9.  Konzeptionelle, organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen der        pädagogischen Arbeit kennenlernen und berücksichtigen
  10.   Bildungs- und Erziehungspartnerschaften aufbauen und pflegen
  11.   Innerhalb eines Teams konstruktiv arbeiten und mitgestalten
  12.   Öffentlichkeitsarbeit mitgestalten
  13.   Konzeptionelle Arbeit voran treiben und Qualität sicherstellen
  14.   Netzwerke und Kooperationen schaffen
  15.   Sich mit Verwaltungssystemen vertraut machen und die Organisation  sozialpädagogischer Einrichtungen mitgestalten

 

Kompetenzen für Erzieher – die vier Hauptkompetenzen

 

Da du dich in der beruflichen Tätigkeit des Erziehers in verschiedenen Handlungsfeldern bewegst – also einerseits die Arbeit mit den Kindern, aber auch deren Umfeld wie die Eltern, Bezugsgruppen, dein Team, der Sozialraum, Netzwerkarbeit – ist es wichtig, sich sicher darin zu bewegen. Es werden vielfältige Kompetenzen in diesen Bereichen gefordert.

Zunächst werden wir auf die vier Hauptkompetenzen von Erziehern eingehen: Die fachlichen Kompetenzen, die sozialen Kompetenzen, die personalen Kompetenzen und die Reflexionskompetenz. Einige davon eignest du dir im Verlauf der Ausbildung an, andere sind (in Absätzen) bereits da.

Basiskompetenzen für Erzieher – instrumentelle Kompetenzen

Der Begriff instrumentelle Kompetenzen steht auch in Verbindung mit der Fachkompetenz und fasst viele Bereiche umfassend zusammen.

 

In Kurzfassung bedeutet es, dass Erzieher über viele Faktoren verfügen:

  • Fachwissen
  • Kennen und verstehen von verschiedenen Erziehungsstilen
  • Kinder individuell einschätzen und ressourcenorientiert fördern
  • Allgemeinwissen
  • Besondere Talente
  • Methodenkompetenz

 

Die Erzieherausbildung geht je nach Bundesland und eigener Qualifikation 2-6 Jahre in Voll- oder Teilzeit. Das bedeutet, dass du in der Zeit sehr viel Fachwissen ansammelst im Bereich der Entwicklungspsychologie, Sprachentwicklung, Psychomotorik, Medienpädagogik und ähnliches. Mit diesen fachlichen Kompetenzen können Erzieher die Entwicklungsschritte und -stände einordnen, können Bildungsangebote planen, kennen verschiedene wissenschaftliche Theorien etc. etc. etc.  – sie sind schlicht gesagt Experten ihres Fachs!

Zudem bringst du Allgemeinwissen mit, welches du in deiner beruflichen Laufbahn stetig erweitern wirst. Als Erzieher wirst du unweigerlich viele Fragen zu Dingen des Lebens gestellt bekommen. Warum kann ein Flugzeug fliegen, woher kommt der Honig, warum ist der Himmel blau. All diese Fragen erarbeitest du mit den Kindern gemeinsam. Der Beruf des Erziehers ist wie eine Wissensreise und auch wenn du die Lösung der Fragen kennst, ist es viel spannender, mit den Kindern gemeinsam die Frage zu beantworten. Mit deiner Methodenkompetenz kannst du dieses Wissen auch professionell transferieren und daraus zum Beispiel eine Projektreihe erarbeiten, die du auch noch kompetent darstellen kannst, damit auch die Eltern wissen, was ihr in der Kita macht. Diese Art der Elternarbeit ist wichtig, es macht eure Bildungsarbeit transparent. Auch wenn wir alle gerne Kaffee trinken, ist das keine Schlüsselkompetenz und dieses Rollenbild muss aufgebrochen werden. In die Methodenkompetenz fällt zudem die Analyse- und Diagnosefähigkeit, das Kennen und Anwenden von Beobachtungs- und Dokumentationstechniken, didaktische Fähigkeiten und Moderationstechniken sowie die Forschungs- und Recherchetechnik.

Außerdem bringst du als Erzieher eine Vielzahl an Spezialkompetenzen mit. Vielleicht hast du ein bestimmtes Talent, eine besondere Fähigkeit wie Gitarre spielen, Sportbegeisterung, einen grünen Daumen. Deine Hobbys können ein wichtiger Teil deiner beruflichen Entwicklung als Erzieher werden! 

Soziale Kompetenz – die zweite wichtige Kompetenz für Erzieherinnen

Soziale Kompetenzen sind wichtig, um im Beruf des Erziehers durchzusteigen. Diese können sehr vielseitig sein.

 

Die Sozialkompetenzen in Kürze:

  • Rhetorische Fähigkeiten
  • Soziale Interaktionen
  • Empathie
  • Interkulturelles Verständnis
  • Integration
  • Werte und Haltung

 

Eine wichtige Kompetenz, wenn nicht sogar die entscheidende Kompetenz als Erzieher, ist die Sozialkompetenz. Du musst gerne mit Menschen arbeiten, wenn du Erzieher bist. Du bist durchgehend im Austausch. Das bedeutet, dass dir die Bedeutung von Sprache auch bewusst ist. Deine Kommunikationskompetenzen werden auf allen Ebenen beansprucht. Mimik, Gestik, verbal, non-verbal, Subtext. Sprache und Kommunikation findet ständig statt.

Das Gruppenleben ist durch verschiedene Beziehungen geprägt. Du musst die Fähigkeit und die Bereitschaft besitzen, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Dabei gehst du stets sensibel vor, zumal wir in sozialen Berufen viele unterschiedliche Menschen treffen. Da hilft dir eine interkulturelle Kompetenz sowie die Fähigkeit, sich und andere integrieren zu wollen.

Unsere Sozialleben und das kulturelle Leben sind zudem von Werten, Moral und Norm geprägt. Diese können unterschiedlich sein. Als Erzieher solltest du in der Lage sein, eine Haltung zu entwickeln und diese auch zu vertreten.

Generell musst du in einem sozialen Beruf Empathie aufbringen können und Bedürfnisse erkennen. Gefühle und Empfindungen wird dir die Zielgruppe eventuell nicht benennen können – umso wichtiger ist es, dass du sensibel auf Signale achtest und dafür empfänglich bist. Das lernst du teilweise auch mit der Zeit. Anfangs wunderst du dich vielleicht, warum ein Kind auf eine gewisse Art und Weise ungeduldig die Beine bewegt. Irgendwann wirst du die Signale zu übersetzen wissen – da muss jemand auf die Toilette und will eventuell nicht das Spiel unterbrechen, weil es gerade so spannend ist.

 

Personale Kompetenzen der Erzieherin – hier geht’s um deine persönlichen Ressourcen

 

Nach den Fachkompetenzen und Sozialkompetenzen kommen nun die personalen Kompetenzen, die du mitbringen solltest.

Die Kompetenzen in Kürze:

  • Anpassungsfähig und Flexibilität
  • Fähigkeit zur Sorgfalt, Struktur und Organisation
  • eine schnelle Auffassungsgabe
  • Leistungsbereitschaft
  • die Bereitschaft, sich stetig weiterzubilden
  • Team- und Kompromissfähigkeit
  • Entscheidungsfähigkeit
  • eine gute Rhetorik
  • Spontanität
  • Stressresistenz

 

Der Beruf des Erziehers setzt eine Vielzahl an personale Kompetenzen voraus, die wir hier nur im Anriss erwähnen können und diese Liste könnte auch stetig individuell erweitert werden. Durch ständig wechselnde Situationen – und wenn es Krankheitsfälle bei den Kollegen sind – brauchst du eine gewisse Anpassungsfähigkeit, um darauf zu reagieren. Die Fähigkeit, sich einer neuen Situation anpassen zu können, bedeutet auch, dass du flexibel bist. Wenn deine Tagesplanung ins Wasser fällt – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, z.B. wenn dein lang geplanter Ausflug aufgrund von Regenwetter nicht funktioniert – brauchst du schnell einen Plan B, den du dir förmlich aus den Ärmeln schüttelst. Zudem ist ein Erzieher sehr selbstständig, was die Tagesplanung angeht – wir arbeiten in Eigenregie. Damit das gelingt, musst du sorgfältig planen können, strukturiert und organisiert sein sowie es schaffen eigenständig Leistungsbereitschaft zu erbringen. Diese Fähigkeit nennt sich auch Selbstmotivation. Natürlich könntest du mit deiner Kita-Gruppe in den Tag hineinleben – aber das wäre nicht professionell und endet auch schnell im Chaos.

Außerdem ist eine es wichtige Kompetenz von Erziehern, die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Selbstentwicklung aufzubringen. Das hat was mit der eigenen Haltung zu tun. Wir sind Menschen, wir sind nicht unfehlbar. Aber in einem sozialen Beruf muss die Bereitschaft da sein, Werte und Einstellungen zu überdenken und zu verstehen, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt. Diese Arbeit am Selbstkonzept, an den Werten und Einstellungen, an der Entwicklung von Selbstbewusstsein und Selbstbehauptung, die Entwicklung von Offenheit, Toleranz, aber auch Verantwortungsbewusstsein ist ein elementarer Bestandteil. Du musst zudem die Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstreflexion mitbringen – dieser Punkt ist so wichtig, dass er nochmal als eigenständige Kompetenz geführt wird. In einem Bildungsberuf muss dir klar sein, dass du eine Bereitschaft zum lebensbegleitenden Lernen haben solltest, insbesondere um eine Entwicklung der Fähigkeiten zum erfahrungsorientierten, forschenden Lernen zu ermöglichen. Dies nennt man auch lebenslanges Lernen. Und wenn es das Kita-Magazin zwischendurch ist, welches gelesen wird.

Zudem ist Selbstfürsorge sehr wichtig – das wird häufig erst später im Berufsleben erlernt. Als Erzieher bist du vielen Stressfaktoren ausgesetzt z.B. durch die Lautstärke und das rückenbelastende Arbeiten. Neben der Stressresistenz, die es dir erleichtern könnte, ist ein guter Selbstschutz wichtig. Gezieltes Rückentraining kann dir einen Bandscheibenvorfall ersparen. Das Aufzeigen von ungenügenden Ausstattungsbedingungen ist zudem ein wichtiger Faktor – es gibt ergonomische Stühle für Erzieher sowie akustische Dämmplatten. Achte darauf, dass dir diese Sachen gestellt werden. Es geht um deine Gesundheit.

Wichtige Kompetenzen für Erzieher*innen – die reflexive Kompetenz

Der Begriff reflexive Kompetenz bedeutet, dass du bereit bist, verschiedene Aspekte zu überdenken und dir Gedanken zu machen, warum du etwas machst. Als Erzieher stehst du quasi immer in der Pflicht, dir zu überlegen: Warum mache ich das? Ist das sinnvoll? Kann ich das verbessern?

 

Diese Bereiche kann du reflektieren:

  • Selbstreflexion
  • Reflexion zum Berufsbild
  • Reflexion der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Reflexion der eigenen Haltung
  • Reflexion im Team
  • Reflexion der planbaren Arbeit
  • Reflexion der Beziehungsfähigkeit

 

Selbstreflexion ist einerseits die Bereitschaft, eigene Werte, Normen und Stereotypen auf Grundlage einer stetigen Auseinandersetzung mit den eigenen Prägungen zu überprüfen. Andererseits bedeutet dies auch, dass man sich mit der eigenen Biografie – also nicht nur dem hier und jetzt – auseinanderzusetzen. Unsere eigene Erziehung ist ausschlaggebend für unsere Haltung. Wenn dir dies bewusst und klar ist, kannst du dich in der Berufsrolle als Erzieher weiterentwickeln. Damit kommst du dann auch in die Position, deine eigene Haltung kritisch reflektieren. Durch die Reflexion der eigenen Rolle als Erzieher werden Entwicklungs- und Bildungsprozesse der Kinder reflektiert und Konsequenzen für das pädagogische Handeln entwickelt.

Wichtig hierbei ist auch ein Bewusstsein für Selbst- und Fremdwahrnehmung. Du bist in einer Vorbildfunktion für Kinder und Eltern. Ein Vorbild kann und soll nicht perfekt sein, aber das Bewusstsein dieser Rolle ist grundlegend. Das bedeutet auch, dass du eine professionelle Haltung zum Kind entwickelst – bestenfalls verstehst du das Kind als kompetenten Akteur seiner Entwicklung.

In der Arbeit mit den Kindern hinterfragst du dich ständig, wieso du so handelst wie du handelst. Dafür eigenen sich auch eine kollegiale Beratung im Team. Ihr macht euch auf eingefahrene Handlungsweisen aufmerksam, falls sie euch nicht selbst auffallen. Um dieses Beispiel deutlicher zu machen: Ziehst du die Kinder automatisch an, weil es so schneller geht oder gibst du den Kindern die Zeit und dir die Geduld, dass sie es selbstständig ausprobieren können? Es ist nicht schlimm, wenn du aus Zeitdruck den Kindern bei der Jacke hilfst, aber reflektiere dieses Verhalten – und überlege, welche Ziele du in der pädagogischen Arbeit hast. Ermögliche Selbstständigkeit, ermögliche Partizipation. Durch das Reflektieren dieser kleinen Momente im Alltag eröffnen sich grundlegende Ziele, die es ermöglichen, dass Kinder Selbstwirksamkeit erfahren.

Durch eine fundierte Selbstreflexion wirst du in der Lage sein, dich in die individuellen Lebenssituationen von Kindern und Eltern hineinzuversetzen und empathisch zu reagieren. Zudem verstehst du es, Kinder in ihrer Individualität und Persönlichkeit als Subjekte in der pädagogischen Arbeit wahrzunehmen, einzuschätzen und in ihrer Kompetenzerweiterung zu unterstützen. Durch den ständigen Austausch stehst du in der Pflicht, die eigene Beziehungsfähigkeit zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Das beinhaltet auch, dass du das Gruppenverhalten, Gruppenprozesse, Gruppenbeziehungen und das eigene professionelle Handeln systematisch beobachtest und analysierst und in der Lage bist, dies professionell zu beurteilen. Statt in Automatismen zu verfallen, bist du in der Lage, die gewählten Beobachtungsverfahren und -instrumente auf ihre Wirksamkeit in pädagogischen Prozessen anhand von Kriterien zu beurteilen und bei Bedarf zu verändern. Unser eigenes Verhalten und das von anderen kann auf Stereotypen beruhen, daher muss auch dies reflektiert werden: diversitätsbedingte Verhaltensweisen und Werthaltungen in Gruppen zu erkennen, zu beurteilen, pädagogische Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, Ziele zu entwickeln und in Handlungen umzusetzen, gehört zu einer professionellen Haltung dazu. Die Prozesse im gruppenpädagogischen Kontext werden methodisch analysiert, reflektiert und dadurch weiterentwickelt. Das schließt pädagogische Handlungsansätze mit ein – sie werden kritische geprüft. Durch diese Reflexion kann die pädagogische Arbeit weiterentwickelt werden, es werden bestenfalls partizipatorische und ressourcenorientierte Lösungsstrategien für den Kita-Alltag entwickelt, wenn das Ziel eurer Arbeit ist. Generell kann durch die Reflexion erarbeitet werden, was die eigenen Ziele der Arbeit sein sollten und was vielleicht fremdgesteuerte Ziele sind, also Erwartungen vom Träger, Vorgesetzten, Eltern, der Gesellschaft. Also kurz: Was wird von dir erwartet und was sind deine eigenen Erwartungen?

Wenn du mit deinen Fähigkeiten und Kenntnissen nicht weiterkommst, ist dieses Eingeständnis auch wichtig und richtig. Grenzen zu kennen, ermöglicht es, gezielt Hilfe und Unterstützung einzubinden

Es gilt zudem nicht nur, die eigene Person genauer zu reflektieren, sondern auch das Team, mit dem man arbeitet. Wenn dies offen und ehrlich anhand von Kriterien analysiert wird, kann es zu einer Weiterentwicklung kommen. Dies gelingt durch methodisch-didaktische Fähigkeiten. Dies lässt sich gut durch gezielte Fortbildungen erarbeiten. Ein Team und seine Dynamik hängen von den Persönlichkeiten ab. Es gibt Macher und Umsetzer, einige Packen gerne an, andere entwickeln die Ideen. Einige sind extrovertiert, andere eher introvertiert. Aber das Gute an einem Team: oft ergänzen sich die Kollegen.

 

Wie du siehst: Pauschal lässt sich kein Kriterienkatalog für die Kompetenzen eines Erziehers aufstellen, allerdings gibt es paar Eigenschaften, die eine gute Grundvoraussetzung darstellen. Du kannst das als Basis verstehen. Welche Kompetenzen gebaucht werden, hängt auch von der Arbeitssituation ab. Arbeitest du in einer Kita, in der offenen Kinder – und Jugendarbeit oder doch eher im Heim? Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten. Und unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten erfordern unterschiedliche Fähigkeiten!

 

An dieser Stelle haben wir eine Checkliste für dich erstellt, damit du für dich einschätzen kannst, ob du die Kompetenzen eines Erziehers erfüllen könntest.

 

CHECKLISTE FÜR ANGEHENDE ERZIEHER

Kompetenz und Fähigkeit

 

 

Ich arbeite gerne mit Kindern

 

 

Ich bin organisiert und strukturiert

 

 

Ich habe Lust, mich ständig weiterzubilden

 

 

Ich kann ein Instrument spielen

 

 

Ich bastel‘ gerne

 

 

Ich bin gerne unter Menschen

 

 

Ich arbeite gerne im Team

 

 

Ich bin empathisch

 

 

Ich kenne pädagogische Theorien (z.B die Grenzsteine der Entwicklung)

 

 

Ich rede gerne

 

 

Ich lese gerne laut vor

 

 

Ich bin ein Naturtalent beim Singen 

 

 

Ich bin nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen

 

 

Ich respektiere Kinder als eigenständige Individuen

 

 

Ich kann mich selbst gut einschätzen

 

 

Ich kenne meine Belastungsgrenze

 

 

Ich bin kritikfähig und kann diese umsetzen

 

 

Ich kann mich schnell auf neue Bedingungen einlassen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und zum Schluss noch eins: Die wichtigste Kompetenz eines Erziehers ist der Spaß an der Arbeit. Viele der aufgelisteten Eigenschaften werden sich eventuell erst im Verlauf deines Berufslebens entwickeln. Einige vielleicht gar nicht. Es gibt kein Kriterien-Rahmen, um zu prüfen, ob du dich auf persönlicher Ebene als Erzieher eignest. Die wichtigste Eigenschaft ist der Spaß und die Freude an der Arbeit. Wenn du den Wunsch hast, mit Kindern zu arbeiten, ist das die wichtigste Eigenschaft, die du mitbringen kannst.

 


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